2016

Seit nunmehr 5 Jahren organisieren wir unser Festival „Welt ohne Grenzen“. So zelebrierten wir es auch dieses Jahr in Malis Hauptstadt Bamako.

BANDEROLE

Bereits Mitte Januar laufen die Aktivitäten auf Hochtouren. So fand am 15. Januar 2016 eine Pressekonferenz statt, um das Festival vorzustellen und zu bewerben. Mit dabei waren folgende schriftlichen und audiovisuellen Medien: ORTM (malisches Fernsehen), Renouveau FM, Djèkafo, Radio Kaïra (ein Radiosender der mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung gegründet wurde), journal le combat, journal le soleil und journal l’indépendant.

Eröffnet wurde das Festival am 05.02.2016 in dem Stadtviertel Magnambougou – Bozobougou, dem Geburtsort nicht nur von uns, Faso Kele, sondern auch von der allerersten Auflage des Festivals.

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Der zweite Tag des Festivals, der 06.02.2016, fand in dem Stadtviertel Djélibougou statt, dem Sitz der malischen Sektion des transnationalem Netzwerk Afrique-Europe-Interact (AEI), einer Partnerorganisation und Mitveranstalter dieser Auflage des Festivals. Dieses Datum wählten wir um an das Bootsunglück in Ceuta des vergangenen Jahres zu erinnern, wobei wir einen Akt der transnationalen Solidarität leisteten, gemeinsam mit Aktivisten in Rabat, Berlin und Barcelona.

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Am 07.02.2016 fanden sich die Festival-Besucher und -Besucherinnen in Samaya wieder, ein Dorf nahe der Hauptstadt Bamako und Wohnort von Faso Kele.

Entsprechend fand die 5. Auflage unseres Festivals in drei verschiedenen Gemeinden von Bamako statt.

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Die drei Tage des Austausches waren gefüllt mit dem gegenseitigen Verständnis füreinander. Die Teilnehmerinnen unseres Bogolan-Workshops waren die Frauen von Kolikoro, unter der Leitung von Mama Awa der Vereinigung von Witwen und Waisen.

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Die Stimmung und das Ambiente des Festivals bestärkte uns und die anderen Delegierten aus verschiedenen Dörfern, wie Kolikoro, Kita, Sanamadougou und Sahou, in unseren sozialen, politischen und ökologischen Kämpfen. Besonders die Teilnehmer*innen der zwei zuletzt genannten Dörfer sind ebenfalls erschienen, um die Gelegenheit des Festivals zu nutzen, um deren Betroffenheit von Landraub sowie deren daraus resultierende miserable Lage zu schildern und ihre Rechte einzufordern. Dies war eine willkommene Intervention, denn auch wir engagieren uns für einen gerechten Austausch, für eine vegetarische Ernährungsweise, für eine Kultur guter Verhaltensweisen und vor allem die Einforderung von globaler sozialer Gerechtigkeit.

Das ist auch der Grund, weshalb wir Ende 2015 an der 11. Auflage des „Forum des peuples“ (Volksforum) in Siby, Mali teilgenommen haben. Mit einem hohen Grad an Aufmerksamkeit trugen wir am 6. Dezember 2015 solidarisch an einer öffentlichen Demonstration und Abschlusskundgebung bei. Die Themen des Forums waren: Frieden, Sicherheit und Klimawandel.

Am 19. desselben Monats nahmen wir an einer Versammlung in Kita teil, die von AEI anlässlich zweier Bootsunglücke an der libyschen Küste organisiert wurde. Viele von uns fanden dabei den Tod, mehr als 1.200 Personen.

Mit der malischen Zivilbevölkerung waren wir in einer Debatte über die Beschäftigung von Jugendlichen in neuen Arbeitsfeldern, wie z.B. den Umweltschutz; und der Direktor von CAD Mali (Koalition der afrikanischen Alternativen Schulden und Entwicklung) unterstützt das Projekt eines Grünstreifens in der Wüste, ein gigantisches Projekt, welches die zukünftigen Generationen in Bezug auf Grünflächen retten kann.

delegation-burkinabeAuch die burkinische Zivilgesellschaft war beim Festival „Welt ohne Grenzen“, durch die juristische Person „Balai citoyen“ (Bürger-Besen) vertreten. Am Abend des zweiten Tages zeigten wir den Film „Revolution mit bloßen Händen“ von Hans Georg Erbel et Moussa Ouédraogo, Aktivisten von AEI. Dabei fühlten wir uns wieder betroffen, denn als wir 2012/13 in Burkina Faso lebten, konnten wir die kommenden Demonstrationen voraussehen und erkannten, dass die Bevölkerung am Rand des Abgrundes steht. Aber schau, das Volk befreit sich!

Wir glauben aufrichtig und für immer, dass Kunst ein exzellentes Mittel für ein besseres soziales Miteinander ist und das kein Fehlschlag Schatten auf das positive und kollektive Denken innerhalb einer Gemeinschaft werfen darf.

Die sechste Auflage des Festivals „Welt ohne Grenzen“ ist in Vorbereitung.

https://youtu.be/VevfuA5rcig